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Unsere Erfahrung bei Alessi hat gezeigt, dass die Leute unsere Kaffeekannen und Wasserkessel nicht nur kaufen, um Kaffee zu kochen oder Wasser heiß zu machen, sondern auch aus einer ganzen Reihe anderer Gründe, die außer mit praktischen und funktionalen Bedürfnissen auch mit ihrer Vorstellungskraft zu tun haben. Natürlich wollen wir die funktionale Bedeutung bzw. den Gebrauchswert nicht in Frage stellen, die schon allein aufgrund der Tatsache bestehen, dass wir hier von Gebrauchsgegenständen sprechen und ihre Existenz dadurch überhaupt gerechtfertigt ist. Man muss jedoch betonen, dass es in unserer Gesellschaft Werte gibt, die, wenn es darum geht, die Existenz der uns umgebenden Gegenstände zu erklären, den gleichen Stellenwert haben wie der Gebrauchswert. Gebrauchsgegenstände sind zum Beispiel der wichtigste Kommunikationskanal, um anderen gegenüber unseren Status und unsere Persönlichkeit (denken wir nur an das Phänomen Mode) zum Ausdruck zu bringen. Besitz und Gebrauch von Gegenständen entsprechen im Wesentlichen einem Austausch kultureller und gesellschaftlicher Werte. Bei der Wahl der Gegenstände, mit denen sie sich umgeben, messen die Personen diesen normalerweise eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung bei Sie stellen eine Art Zeichen dar, um Werte zu demonstrieren, mit denen sie sich identifizieren und die sie von anderen unterscheiden. Die Soziologen sprechen in diesem Zusammenhang von Status- oder Stilsymbol (eine Rolex aus Gold ist zum Beispiel ein Statussymbol, das einen Hinweis auf die finanziellen Möglichkeiten der Person gibt, die sie trägt; ein „Stilsymbol“ ist zum Beispiel eine Kaffeekanne von Aldo Rossi, die als Zeichen kultureller Sensibilität gewertet werden kann). Aber das ist noch nicht alles: Es gibt noch einen anderen Wert, den wir als poetischen Wert bezeichnen können. Die Erfahrung hat uns in der Tat gelehrt, dass Menschen auch Gegenstände verwenden, um damit ein tiefes, verstecktes Bedürfnis nach Kunst und Poesie zu befriedigen. Ein Bedürfnis, das die klassischen Ausdrucksmittel wie Kunstmuseen und Gedichtbände, über die Kunst heute normalerweise verbreitet wird, nicht mehr voll und ganz befriedigen. Ein Bedürfnis nach Kunst und Poesie, das von der Gesellschaft (und dem Markt) gewaltsam an die Oberfläche drängt, jedoch von der Industrie großer Serienproduktionen noch nicht ganz verstanden wird. Diese Überlegungen sollen eine Einleitung zu unserer ersten Miniaturenkollektion darstellen: Die Sammlung einiger Klassiker aus der Produktion der 60er Jahre, von der Teekanne „Bombé” von Carlo Alessi (1945) bis hin zum Topf „Mami” von Stefano Giovannoni (1999). Diese richten sich vor allem an die Sammler unserer Objekte, die damit die Möglichkeit haben, Platz und Geld sparend ihre private Sammlung mit echten Objekten zu vervollständigen.
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