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1953 in Szombathely (Ungarn) geboren ist der Architekt Deszö Ekler, Schüler von Imre Makovecz, einer der interessantesten Darsteller der zeitgenössischen Architektur Ungarns. Sein Wirken wird stark von der anthroposophischen Vision Rudolf Steiners geprägt, was auch aus dem poetischen Text hervorgeht, den er zur Beschreibung seines Tassenprojekts verfasst hat.
<< Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass traditionelle Porzellantassen immer mit Blumenmotiven verziert sind? Sogar ihre Form ist häufig der einer Blüte nachempfunden. Schon die vor etwa 1.000 Jahren in China hergestellten ersten Porzellantassen haben diese Blütenform. Es gab nur sehr wenige und die waren außerordentlich teuer, weil sie speziell für heilige Handlungen angefertigt wurden. Wofür aber standen die Blüten in diesen alten chinesischen Ritualen? Sie symbolisierten nichts Geringeres als den Kosmos selbst.
Wie viele andere Kulturen dieser Zeit glaubten auch die Chinesen, dass die Bewegung der Himmelskörper direkten Einfluss auf die Form der Dinge auf der Erde habe. Die Ähnlichkeit zwischen der Form der Blumen und den Planetenbahnen konnte kein Zufall sein. Die Blumen wandten ihre Köpfe der Sonne zu und folgten so den Rhythmen und Mustern der Planeten, die wiederum die Form der Blumen beeinflussten und bestimmten.
Heute wissen wir von David Attenborough, dass Pflanzen sehen, zählen und die Zeit messen können. Forscher haben bei ihnen Zeit-Gene entdeckt, die die Länge der Tage überwachen und den idealen Zeitpunkt zum Aufblühen bestimmen. Vielleicht werden moderne Wissenschaftler also bald schon die scheinbar obskuren alten Vorstellungen belegen?
Ich wollte Tassen mit einer variablen Form kreieren. Und stellte fest, dass Blumen sich am besten dazu eignen. Ihre Form ist perfekt für Tassen geeignet. Eine Form, die die alten Chinesen entdeckten... im Kosmos.
Ich habe insgesamt zwölf Modelle entworfen. Die erste dieser zwölf „Star-Flowers“ ist die Tulpe. >>
Dezsö Ekler
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