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Dieses Projekt ist eine Hommage an Alfonso Bialetti, meinen Großvater mütterlicherseits. Er entwarf in den 1930er Jahren die beliebte italienische Espressokanne Moka Express. Aber er erfand sie nicht nur, er war auch der erste, der sie produzierte. Die achteckige Espressokanne aus Gussaluminium, deren Form von Futurismus und Art Déco inspiriert ist, wurde zum Inbegriff der Espressokanne und brachte meinem Großvater als Designer unvergänglichen Ruhm ein – Ruhm, den er vielleicht nicht einmal anstrebte. Ich habe mich oft gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet dieser kleine häusliche Gegenstand zu einer Ikone des italienischen Protodesigns und zu einem Aushängeschild für das „Made in Italy“ wurde. Die Moka tief in das kollektive Gedächtnis (nicht nur) der Italiener eingeprägt hat. Sie hat einem sehr vertrauten, alltäglichen häuslichen Ritual ein Gesicht verliehen. Das brodelnde, blubbernde Aufbrüh-Geräusch des Espressos ist mittlerweile Teil der kollektiven Vorstellungswelt geworden und auch heute – trotz der großen Auswahl an neuen elektrischen Espressomaschinen, ob nun mit Pads oder Kapseln, – ist die Moka allen Moden zum Trotz noch immer Marktführer. Im Laufe unserer Geschichte haben wir uns schon mehrmals an die Espressokanne herangewagt – mit Projekten von großen Designern wie Richard Sapper, Aldo Rossi, Michael Graves, King-Kong, Piero Lissoni oder Wiel Arets, die auf das obere Segment des Marktes abzielten. Diesmal bat ich Alessandro Mendini, mit dem ich mich schon seit mittlerweile über 20 Jahren zu diesem Thema austausche, eine neue Espressokanne zu entwerfen. Er sollte dabei in die Rolle des Großvaters schlüpfen und die geniale Erfi ndung von einst unter vorsichtigem Einbezug des zeitgenössischen Designs neu interpretieren. Das Besondere: Der Preis sollte erschwinglich sein, erstaunlich erschwinglich für ein Alessi Produkt.
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