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Der Schweizer Peter Zumthor ist seit Anbruch des neuen Jahrhunderts einer der interessantesten und umworbensten Architekten des 21. Jahrhunderts. Er lebt und arbeitet in seinem Atelier, in einem abseits gelegenen Dorf in den Bergen der deutschsprachigen Schweiz 2001 stattete ich ihm diesem Dorf gemeinsam mit Alessandro Mendini nach einer abenteuerlichen Anreise einen Besuch ab, um Zumthor zur Teilnahme am Projekt „Tea & Coffee Towers“ zu bewegen - leider vergebens. Zum damaligen Zeitpunkt war ihm nicht danach zumute. Er versprach mir aber, dass er über Alessi nachdenken und mir vielleicht Projekte anvertrauen würde, mit denen er sich besser identifizieren könne. Unsere Arbeit fordert Geduld. Einige Jahre nach dieser ersten Kontaktaufnahme präsentierte uns Zumthor denn auch die Projekte PZ01, PZ02 und PZ03. Es handelt sich um Objekte, die Zumthor ursprünglich als Einzelstücke zur eigenen Verwendung gefertigt hatte. Die aus kostbaren europäischen Edelhölzern gefertigte Pfeffermühle PZ01 erinnert auf den ersten Blick an das pilzförmige Bauelement der typischen Walser Chalets. Allerdings in verlängerter Form, um den Charakter einer Mühle zu erfassen. Die Kerzenständer PZ02 und PZ03 werden aus einem einzigen Aluminiumdrehteil hergestellt. Ein Aspekt, der dem unwissenden Auge leicht entgehen kann, dem Autor aber umso wichtiger ist: Dadurch wird die Einheit des Objekts betont, das den Charakter eines vollkommenen mechanischen Werkstücks übernimmt, individuell bearbeitet und matt gebürstet.
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